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Zentrum Mobilität der Zukunft: Gera legt Konzept vor

Siegesmund: „Gera mit Umland ist ein perfekter Standort für die Erprobung neuer Ideen für nachhaltige Mobilität“


Präsentieren heute das Konzept: Umweltministerin Anja Siegesmund, Oberbürgermeister Julian Vonarb sowie die Professoren (v.l.) Uwe Plank-Wiedenbeck, Matthias Gather und Andreas Knie. (Stadt Gera/ Monique Hubka) Gera bewirbt sich als ein Standort für das Deutsche Zentrum „Mobilität der Zukunft“. Dafür hat das Thüringer Umweltministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die heute in Gera präsentiert wurde. Das Konzept zeigt auf, wie geeignet der gesamte Ostthüringer Raum als praktischer Forschungsstandort für nachhaltige und klimafreundliche Mobilität ist.

„Wir wollen deutlich mehr als zeitlich begrenzte Pilotprojekte. Wir wollen Gera dauerhaft als die Mobilitätsstadt der Zukunft etablieren und die Region einbeziehen. Denn was hier im grünen Herzen des Landes funktioniert, hat die Chance überall in Deutschland erfolgreich zu sein. Damit die Verkehrswende gelingt, brauchen wir attraktive Lösungen auch in mittelgroßen Städten und im ländlichen Raum“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

In die Debatte um Außenstandorte für das neue „Forschungszentrum Mobilität der Zukunft“ bringt Gera vor allem vier praxisorientierte Schwerpunkte ein: Innovativer und flexibler Nahverkehr, städtische Logistik, autonomes Fahren im Nahverkehr und klimafreundliche Antriebe auf Wasserstoffbasis. Das Kompetenz-Konzept zeigt, wie Erreichbarkeit und Daseinsvorsorge, Geschäftsmodelle und Nachfragepotentiale und Mobilität ohne eigenes Auto neu gedacht und umgesetzt werden können.

„Gera kann ein Zukunftsraum werden, wo Meilensteine für die nachhaltige Mobilität entstehen. Gera ist typisch für Deutschland. Wenn es hier gelingt, funktioniert es auch in Deutschland“, so Professor Andreas Knie, Mobilitätsexperte des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB).

„Als Forschungsstandort bietet Gera optimale Voraussetzungen. Damit ist nicht nur die gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur der Stadt gemeint. Öffentliche Projekte wie das Stadtentwicklungsprojekt „SMARTCity Gera“ und das bereits 2018 gegründete „Kompetenzzentrum für autonomes Fahren“ zeugen von der hohen Innovationskraft und dem engagierten Bestreben von Kommune, Unternehmen und Bürgern, gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Logistik- und Mobilitätskonzepte zu leisten. Es geht um ein innovatives Forschungs- und Kompetenzzentrum und eine Standortpolitik, die bestehende strukturelle Ungleichgewichte zwischen den Regionen beseitigen soll. Gera steht für beides“, fasst Oberbürgermeister Julian Vonarb zusammen.

Das Standortkonzept ist die inhaltliche Grundlage für anstehende Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, die noch in diesem Herbst in Berlin stattfinden sollen.

Hintergrund

Umweltministerin Siegesmund hatte im März dieses Jahres Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für ein "Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft“ in München als verpasste Chance kritisiert und Gera ins Gespräch gebracht. In seinem Antwortbrief im Mai würdigte der Verkehrsminister Geras Potential im Bereich nachhaltige Mobilität und kündigte weitere Gespräche an.

Veröffentlichung: 09.09.2020