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Kontaktdaten
    Museum für Naturkunde
    Nicolaiberg 3
    07545 Gera
    Tel.: 0365 52003
    Fax: 0365 52025


    Öffnungszeiten
    Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 12.00 bis 17.00 Uhr

WALTER MÜLLER – verkanntes Genie. Zeichner, Lithograph, Drucker und Verleger


Erstmals werden zahlreiche originale Arbeiten von WALTER MÜLLER präsentiert, z. B. seine naturnahen Darstellungen von Pilzen. Mitglieder der AG „WALTER MÜLLER“ (v. l.: Kornelia Meyer, Andrea Geithner) und Museumsmitarbeiter (v. l.: Rainer Michelsson, René Köhler) freuen sich über die gelungene Ausstellung. (Fanny Zölsmann) Kabinettausstellung im Museum für Naturkunde Gera vom 15. November 2019 bis 23. Februar 2020

Nicht nur die vielen Villen geben Zeugnis. Ehemals moderne Schulbauten, Industriequartiere und die elektrische Straßenbahn sind die noch sichtbaren Zeichen des Wohlstandes der Stadt Gera in den Jahren 1850 bis 1914. Doch es gibt auch die verborgenen oder vergessenen Leistungen der Bürger dieser Stadt.

Die Kabinettausstellung erinnert an Leben und Wirken des Zeichners, Lithographen, Druckers und Verlegers WALTER WILHELM MÜLLER (1845-1927). Geboren und gestorben in Gera − hier war sein Lebensmittelpunkt − die Darstellung von Pflanzen und Tieren und die Veröffentlichung hochwertiger Abbildungen im eigenen oder in einheimischen und internationalen Verlagen seine Lebensaufgabe.

Die Ausstellung zeigt die wesentlichen Publikationen im Original. Seltene und inzwischen recht wertvolle Bücher zu Pflanzen allgemein, Pilzen, Orchideen, Stauden, Futterpflanzen, Giftpflanzen, Pflanzenschädlingen, Obstsorten und Insekten wie den Geradflüglern werden präsentiert.

Die Drucke können verglichen werden mit noch erhaltenen Zeichnungen und Aquarellen aus dem Nachlass. Am Beispiel des Eisenhutes wird deutlich, wie mühsam das Ringen des Künstlers um eine endgültige Fassung für die Veröffentlichung war.

Die Ausstellung zeigt Pilz- und Pflanzenmodelle und liefert Informationen zum Lebensweg und zur Familie. Die damals von Walter Müller verwendete und perfektionierte Technik der Chromolithographie (Steindruck) wird in einer Vitrine erläutert.

In insgesamt 11 Vitrinen und auf 12 Schautafeln wird versucht, erstmalig in Gera eine Würdigung dieses über die Stadtgrenzen hinaus weitbekannten Künstlers zu geben. Meist nicht zitiert, werden seine Abbildungen in vielen botanischen Veröffentlichungen weiterhin verwendet und in Beispielen gezeigt.

Die eindrucksvolle Schau im Naturkundemuseum wurde am 15. November 2019 eröffnet und bleibt zugänglich bis zum 23. Februar 2020.

Veröffentlichung: 20.12.2019