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Fachdienst Umwelt ertappte deutlich mehr Umweltsünder bei illegalen Abfallablagerungen, unterstützte Hochwasserschutz und erzielte Besucherrekord im Tierpark

139.000 Besucher zählte der Geraer Tierpark 2018. Das ist neuer Rekord, so Konrad Nickschick beim Rückblick ins vergangene Jahr. Der Fachdienstleiter Umwelt der Stadtverwaltung Gera sieht in der Rückschau auch ein neu angelegtes Dammwildgehege, das vom Sturm Friederike zerstörte und inzwischen wieder reparierte Eselhaus und den neuen Schulungsraum, den die Parkeisenbahner im Tierpark auf den Weg brachten. „Der Tierpark gehört weiter zu den beliebtesten Ausflugszielen für alle Generationen in und um Gera. Danke an das Team und unsere Kollegen aus den anderen Fachdiensten für die gemeinsamen Baumaßnahmen und danke an die Besucher, die in diesem Jahr nicht nur viel Verständnis für die Einschränkungen nach dem Sturm zeigten, sondern auch noch unser Känguru mutig einfingen“, so Nickschick.


Ortsteilbürgermeister Reinhard Schmalwasser (l.) und Fachdienstleiter Konrad Nickschick, hier zusammen auf der Hochwasserschutz-Baustelle vor der Cubabrücke in Untermhaus. (Stadtverwaltung/Catrin Heinrich) Zu seiner Freude fing sein Team der Unteren Abfallbehörde auch andere „Wesen“ ein: Umweltsünder. Seit mehreren Jahren registriert das Team um Steffen Rochler steigende Fallzahlen von illegalen Abfallablagerungen. Registrierte die Behörde 2017 noch 283 Fälle, werden es bis Jahresende 2018 um die 450 Fälle sein - eine Steigerung um rund 60 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr mit rund 9 Prozent stieg dabei auch die Aufklärungsquote auf knapp 15 Prozent. Das Team ermittelte nicht nur mehr Verursacher, sondern leitete auch 65 Ordnungswidrigkeitsverfahren im Jahr 2018 ein. Dies soll auch zur erhöhten Sensibilisierung von Privatpersonen und Unternehmen beitragen, abfallrechtliche Regelungen einzuhalten.

Neben der Unteren Abfallbehörde gehört zum übergeordneten Fachgebiet Immissionsschutz, Chemikaliensicherheit und Abfall unter Leitung von Silke Weitzmann auch die Untere Immissionsschutzbehörde. Diese erreichte Fortschritte mit dem Lärmaktionsplan der Stadt: als konkrete Maßnahme aus dem Plan konnte der Fahrbahnbelag in der Plauenschen Straße ausgetauscht werden. Den 1. Bauabschnitt beendeten kürzlich die Kollegen vom Fachdienst Tiefbau, weitere Abschnitte folgen 2019 und sorgen für deutlich weniger Straßenlärm. Für 2019 stehen Teilbereiche der Quellenstraße, der Leumnitzer Straße und des oberen Bereiches der Johannes-R.-Becher an, ebenso mit leiseren Fahrbahnbelägen. Und geht es um Verkehr und das Stadtklima, dann erreichte der Fachdienst, dass ab 2019 für drei Jahre ein Klimaschutzmanager eingestellt wird. Mit Fördermitteln finanziert, soll er Klimaschutz konkret machen in der Stadt, unter anderem sämtliche Aktivitäten in der Stadt vernetzen, Synergien schaffen, er soll beispielsweise eine Thermografie-Befliegung der Stadt organisieren und einen ökologischen Mietspiegel für Gera zusammenstellen.

Zu den Top-Themen im Fachdienst Umwelt zählt immer auch der Bereich Wasser. Die Untere Wasserbehörde unter Leitung von Holger Steinbach steuerte 2018 die Gewässerpflege, Maßnahmen an Löschwasserteichen und zum Beispiel den Umbau des Einlaufbereiches „Am Fischer“, für insgesamt mehr als 100.000 Euro. Und die Behörde widmete sich zahlreichen Aufgaben für die groß angelegten Hochwasserschutzmaßnahmen des Freistaates Thüringen in Gera. „Neben der fachlichen Begleitung sehen wir uns vor allem als Schnittstelle in die Bevölkerung. Für alle Anliegen und auch Sorgen verstehen wir uns als Gesicht der Stadt, um gemeinsam mit dem Freistaat, mit dem Ortsteilrat Untermhaus und weiteren Bereichen der Stadtverwaltung für die Bevölkerung persönlich ansprechbar zu sein. Ich wünsche mir sehr, dass wir mit dieser Nähe und Transparenz auch 2019 die teilweise gravierenden Veränderungen in der Flusslandschaft so lösen können, dass die Schutzziele optimal erreicht werden und die Anliegen aus der Bevölkerung berücksichtigt werden können“, so Nickschick.

Erst kürzlich traf er sich wieder mit dem Untermhäuser Ortsteilbürgermeister Reinhard Schmalwasser. Dieser schätzt den kurzen Draht zur Stadtverwaltung: „Wir erleben offene Ohren für unsere Anliegen als Ortsteilrat. Und wir suchen gemeinsam Kompromisse, wenn es verschiedene Auffassungen gibt. Ich würde mich freuen, wenn wir beim Hochwasserschutz weiter so gut kooperieren, wenn weiter so zügig gebaut wird und wir mit dem Freistaat auch weiterhin so gut partnerschaftlich zusammenarbeiten“, so Schmalwasser.
Eng an den Hochwasserschutz bindet Konrad Nickschick das Thema Wasserwehr an. Er möchte 2019 Fortschritte erreichen und so schnell wie möglich dem Stadtrat die Satzung der Wehr zum Beschluss vorlegen. Danach können Fördermittel und Anschubfinanzierungen für die freiwillige Wehr beschafft werden, zum Beispiel für Ausrüstungen wie Funkgeräte. Der Fachdienst Umwelt koordiniert und steuert die künftige Wehr und steht als Schnittstelle in die Verwaltung zur Verfügung.

Nicht nur der Schutz des Menschen, sondern auch der Pflanzen- und Tierwelt ist Sache des Fachdienstes Umwelt. Die Untere Naturschutzbehörde unter Leitung von Uta Bergner sicherte 2018 seltene und streng geschützte Eremit-Käfer. Diese wurden in zwei Naturdenkmalen der Stadt gefunden. Um die Käfer-Lebensräume zu erhalten, wurde und wird weiterhin der Stamm der Torstenson-Eiche an der Kuckucksdiele gesichert. Die Behörde weist 2019 weitere fünf Naturdenkmale aus. Dazu gehören zwei seltene Schwarzpappeln, eine in Thieschitz und eine in Tinz sowie die Kalte Eiche als wichtigstes Naturdenkmal der Stadt.

Veröffentlichung: 08.01.2019