deutsche Version dieser Seite deutsch | english version of this page english | Schriftgröße: - A A + | Stadtplan | GeoPortal Stadtplan anzeigen
Suche


Stadt nutzt Möglichkeiten des neuen Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren: Gera ändert Hundesteuersatzung / Anreiz für „Hundeführerschein“

Oberbürgermeister: „Kleiner Baustein zur Erhöhung der Sicherheit in Gera“

Gera hat seine Hundesteuersatzung umgestaltet. Anlass ist die Änderung des Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren (ThürTierGefG) durch die Thüringer Landesregierung. Damit verzichtet Thüringen auf die so genannte Rasseliste. Als gefährliche Hunde gelten nun Hunde, welche durch ihr Verhalten auffällig geworden sind. Das Gesetz sieht vor, dass der Halter eines Hundes unter bestimmten Bedingungen weniger Hundesteuer zahlen muss. Dies ist der Fall, wenn festgestellt wurde, dass der Hund ungefährlich ist und wenn der Halter erfolgreich eine so genannte Sachkundeprüfung abgelegt hat. Die Stadt Gera hat nun die Hundesteuersatzung an das geänderte Gesetz angepasst.

„Mit der neuen Hundesteuersatzung wird ein Anreiz geschaffen, einen so genannten „Hundeführerschein“ abzulegen. Gleichzeitig wird ein Hund nicht mehr pauschal auf Grund seiner Rasse als gefährlich eingestuft, sondern auf Grund seines Verhaltens. Dies ist ein kleiner Beitrag für mehr Sicherheit und Fairness in diesem Bereich“, erklärt der Oberbürgermeister. Nach Paragraf drei der neuen Hundesteuersatzung der Stadt Gera werden nunmehr nur noch gefährliche Hunde mit einem erhöhten Steuersatz besteuert. Als gefährliche Hunde gelten Hunde, bei denen die zuständige Behörde auf Grund ihres Verhaltens einen Wesenstest durchgeführt und sie als gefährlich festgestellt hat.

Eine weitere Ergänzung in der neuen Hundesteuersatzung ist, dass der Halter eines Hundes, der als ungefährlich eingestuft wurde und eine Sachkundeprüfung – umgangssprachlich „Hundeführerschein“ - nachweist, eine Ermäßigung des festgelegten Steuersatzes in Höhe von einem Zwölftel des Jahresbetrages je Hund erhält.

Hintergrund

Die Sachkundeprüfung ist in der Thüringer Verordnung über die Prüfungsstandards und die Durchführung der Sachkundeprüfung bei gefährlichen Tieren geregelt. Der Sachkundenachweis wird als ein geeignetes Instrument zur Abwehr von Gefahren, die mit dem Halten und Führen von gefährlichen Tieren verbunden sind, angesehen. Es ist allgemein anerkannt, dass auch die Haltungsbedingungen Einfluss auf das Verhalten von Hunden haben können.


Veröffentlichung: 11.10.2018