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Geraer Wochenmagazin - Kommentare von Julian Vonarb




7.11.2018:
Immer in Bewegung bleiben

Zum Reformationstag versammelten sich unzählige Bürger und Interessierte zur Einweihung des zweiten Stadtwaldtores. Im Anschluss wanderten bis zu 450 Geraer gemeinsam den insgesamt 10 Kilometer langen Fußweg durch unseren Stadtwald. Gera als Stadt hat übrigens die größte zusammenhängende Waldfläche in Thüringen, deswegen finde ich das Projekt STADTWALD ERLEBEN sehr spannend und habe mich gern bereit erklärt, hier mit zu machen. Um ehrlich zu sein, bin ich nicht der Wandersmann und der ein oder andere hat mich vielleicht bei der Wanderung selbst vermisst. Ich war an dem Tag mit der ureigensten Tätigkeit des Thüringers beschäftigt: dem Rostern! Ein Zitat von Oscar Wilde besagt: „Nach einem guten Essen ist man bereit, jedem zu verzeihen, selbst den eigenen Verwandten.“ Ich stehe gerne am Rost und trage die Verantwortung, dass nichts anbrennt, früher zu Hause und bei der Bank und heute sehr gerne auch für unsere Stadt. 200 Roster im Auge zu behalten, war mir eine Freude und die hungrigen Wandersleute waren auch sichtlich begeistert, dass der „OB“ selbst am Grill stand.
Fast zeitgleich brannte schon der nächste Rost, diesmal ein kultureller. Viele von Ihnen haben mitbekommen, dass das Ferbersche Haus im Besitz der Geraer Wohnungsbaugesellschaft Elstertal mbH (GWB) an einen Investor verkauft werden soll. Lange Zeit sah es auch so aus und die Verträge sind schon lange geschrieben. In den letzten Tagen ist hier aber noch mal Bewegung reingekommen und aus Erfurt gab es gleich von zwei Ministerien Signale, das Haus in den Landesbesitz zu überführen. Nach einigen Debatten habe ich mich entschieden, hier noch einmal ergebnissoffen unseren Stadtrat abstimmen zu lassen. Mir war es wichtig, dass erstens ein Signal aus Erfurt ernstgenommen wird, zweitens der Stadt Gera keine Kosten entstehen, drittens der Stadtrat diese Entscheidung treffen soll und viertens, dass wir mit Verkäufer und Käufer in Kontakt treten – eben Miteinander statt übereinander. Am 15. November wird die delikate Frage beantwortet, wir dürfen gespannt sein.

Herzlichst

Ihr Julian Vonarb

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