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Sonderausstellung „Schottland – Land der Saurier, Kilts und Lochs“

Im Museum für Naturkunde Gera bis 15. Oktober 2018 zu sehen


Lebensgroßes Modell eines Dinosauriers, von dessen Existenz spärliche Knochenfunde in Schottland zeugen (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Das Museum für Naturkunde Gera präsentiert bis zum 15. Oktober 2018 die neue Sonderausstellung „Schottland – Land der Saurier, Kilts und Lochs“. Das Projekt entstand in Kooperation mit den Schottland-Kennern Ralf Metzdorf, (Museum für Naturkunde Coburg) und Ronald Bellstedt (Museum der Natur Gotha). Die Schau war zuvor mit großem Erfolg im Naturhistorischen Museum Schloss Bertholdsburg in Schleusingen zu sehen.

Uwe Müller, Fachdienstleiter Presse, Marketing, Kultur und Sport der Stadt Gera, bedankte sich zur Ausstellungseröffnung bei den Museumsmitarbeitern, die in nur zwei Wochen die Ausstellung im Rahmen der speziellen Sonderausstellungsfläche des Museums aufgebaut und darüber hinaus um einige besondere botanische und zoologische Objekte erweitert haben, um die fantastischen Landschaftsfotos zu untermauern. Es ist die erste Sonderausstellung unter federführender Mitwirkung der zwei neuen Mitarbeiter Dr. Thomas Hoppe und René Köhler. In diesem Rahmen gestaltete René Köhler zusammen mit Silke Zacher ein beeindruckendes lebensgroßes Modell eines Dinosauriers, von dessen Existenz spärliche Knochenfunde in Schottland zeugen, die zusammen mit anderen hochkarätigen Fossilien präsentiert werden.

Papageitaucher (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Die Schau lädt ein zu einer Reise durch die Highlands, Hochmoore und Sturmküsten Schottlands. Es wird über Hintergründe der Geologie, Lebenswelt, Geschichte und Gegenwart dieses rauen Landes zwischen Atlantik und Nordsee informiert. Seine atemberaubenden Landschaften, in die sich einsame Seen, schroffe Küsten und urige Schlösser einfügen, werden gezeigt.

Diese fesselnde Natur und die einmaligen Landschaftsformationen verdeutlicht die Ausstellung anhand zahlreicher Objekte sowie großformatiger Fotografien. Das Hauptaugenmerk der neuen Sonderausstellung liegt auf dem reichen Repertoire der rezenten Tier- und Pflanzenwelt, die mit diversen Exponaten vorgestellt und in typischen biologischen Gruppen geboten werden. So sind unter anderem Papageitaucher, Dreizehenmöwe, Austernfischer, Steinadler, Stör und Hummer als Präparat vertreten. Auch die Eider-Ente gehört zu den typischen Wasservögeln der Küstenlandschaft der schottischen Hebriden. Von ihr stammen die Eider-Daunen, äußerst begehrte Daunenfedern für Textilprodukte.


Die Tier- und Pflanzenwelt Schottlands wird in der neuen Sonderausstellung mit vielen Exponaten gezeigt (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Den Blick auf die Legende um das Ungeheuer von Loch Ness „Nessie“ haben im Rahmen eines Zeichenwettbewerbs Schülerinnen und Schülern der Erich Kästner Grundschule, der Grundschule „Otto-Dix“, der Debschwitzer Schule und des Goethe-Gymnasiums/ Rutheneum seit 1608 gerichtet. Sie haben ihre Fantasie spielen lassen und „Nessie“ auf Papier eine Gestalt verliehen. Die Frage, wer die meiste Fantasie hatte, müssen die Museumsbesucher entscheiden, denn sie werden per Wahlzettel abstimmen und somit die fünf besten Arbeiten auswählen. Die Kür der Gewinner findet am 1. Juli 2018 statt.

Daneben werden aber vor allem die tatsächlich nachgewiesenen versteinerten Spuren verschiedener Saurierarten geboten. Neben fossilen Nachweisen ca. 395 Mill. Jahre alter Fische der Orkney-Inseln kann das lebensgroße Abbild eines Ceratosauriers von der Isle of Skye bestaunt werden. Diese Saurierart ist einer der größten Fleischfresser und lebte vor ca. 167 Millionen Jahren. Außerdem vermittelt die Schau natürlich auch kulturelle Eindrücke Schottlands rum um Whiskey, Dudelsack und Schottenkaro.

Veröffentlichung: 22.05.2018