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Studioausstellung im Stadtmuseum Gera: „Zwischen Badertor und Campus - Ansichten rund ums Gymnasium Rutheneum aus 410 Jahren“

Vom 14. März bis 21. Mai zeigt die Schau historische Gemälde, Zeichnungen, Fotos und Pläne zur Geschichte und zu den aktuellen Bauvorhaben


(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Anlässlich des Jubiläums 410 Jahre Goethe/Gymnasium Rutheneum seit 1608 präsentiert das Stadtmuseum Gera vom 14. März bis zum 21. Mai die Studioausstellung „Zwischen Badertor und Campus - Ansichten rund ums Gymnasium Rutheneum aus 410 Jahren“. An seinem 410. Geburtstag steht das Geraer Rutheneum vor tiefgreifenden baulichen Veränderungen. Grund genug für das Stadtmuseum, mit einer Ausstellung einen Blick auf die Baugeschichte des Gymnasiums und seines Umfeldes zu werfen: Historische Gemälde, Zeichnungen, Pläne und Fotos zeigen die bewegte Geschichte des Johannisplatzes vom 17. Jahrhundert bis hin zu den aktuellen Bauvorhaben.
(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Gegründet wurde die Geraer Landesschule, das Gymnasium Rutheneum, durch den weitsichtigen Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß am 12. März 1608. Nur wenige Wochen später, am 6. Mai 1608, konnte am Johannisplatz das bereits seit 1605 im Bau befindliche Schulgebäude eröffnet werden. Die Schule und ihre Umgebung boten vor rund 400 Jahren einen völlig anderen Anblick als heute. In enger Nachbarschaft zum Gymnasium befand sich die Geraer Pfarrkirche St. Johannis, die Schule selbst stand unmittelbar an bzw. auf der Stadtmauer. Das in westliche Richtung aus der Stadt führende Badertor war in den Schulkomplex integriert. Der Stadtbrand 1780 veränderte die Situation auf dem Johannisplatz erheblich. Die ausgebrannte Kirche blieb eine Ruine und verschwand in den 1820er Jahren. Im Jahr 1884 schließlich musste das rund 275 Jahre alte Gymnasialgebäude, und mit ihm auch das Badertor, einem Neubau, dem heutigen Schulgebäude, weichen. Der nebenan stehende Kollegienhof mit den Lehrerwohnungen wurde 1906 abgerissen. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs wiederum zerstörten weitgehend die Gebäude an der Nord- und Ostseite des Johannisplatzes und teilweise auch die Alte Regierung an der Südseite. Das Gymnasium blieb glücklicherweise unversehrt.

(Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Seit 2016 werden langjährige Pläne für eine Erweiterung des Schulareals durch Neubauten und die Einbeziehung benachbarter Gebäude realisiert. Die Sanierungsarbeiten im ehemaligen Regierungsgebäude sind heute in vollem Gang. Zusammen mit einem Turnhallen-Neubau entsteht ein moderner und zugleich geschichtsträchtiger Schulcampus am Johannisplatz. Die Ausstellung ist vom 14. März bis 21. Mai im Stadtmuseum Gera zu sehen und ist Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Veröffentlichung: 13.03.2018