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Pressemitteilungen zum Jugendhaus Gera

Pressemitteilung zur Eröffnung des Jugendhauses am 8. März

Jeder Jugendliche sollte die Chance haben, ein eigenverantwortliches Leben führen und seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können. Das zu ermöglichen sind die Förderung der beruflichen und sozialen Integration, der Ausgleich sozialer Benachteiligungen sowie die Überwindung individueller Beeinträchtigungen gemeinsame Aufgabe der Jugendhilfe, der Träger der Grundsicherung und der Arbeitsagentur.

Nach mehrmonatiger Umbauphase ist am 08. März das Jugendhaus Gera in der ersten Etage der Arbeitsagentur in der Reichsstraße 15 offiziell gestartet. Alle fachlichen Kompetenzen sind an einem Ort gebündelt. Damit ist es künftig möglich, allen jungen Menschen unter 28 Jahren in der Stadt Gera rechtskreisübergreifende Beratungs- Hilfs- und Unterstützungsangebote des Jobcenters Gera, der Arbeitsagentur sowie kommunale Angebote, etwa Aufgaben der Jugendberufshilfe oder dem Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe unter einem Dach anbieten zu können.

„Die Eröffnung des Jugendhauses Gera ist ein echter Mehrwert für die jungen Menschen in der Stadt und der Region, die hier alle wichtigen Ansprechpartner an einem Ort finden, um passgenaue und tragfähige Übergänge von der Schule in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen. Jugendberufsagenturen wie das Jugendhaus in Gera sollen insbesondere benachteiligten jungen Menschen helfen, eine Ausbildung zu erreichen und Ausbildungsabbrüche und damit Arbeitslosigkeit zu verhindern. Erst in rund der Hälfte der 23 Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen kooperieren Jobcenter, Arbeitsagentur und Jugendhilfe in einer Jugendberufsagentur. Daher hoffe ich, dass zukünftig noch mehr junge Menschen mit Förderbedarf in Thüringen die Chance auf Unterstützung und Begleitung „aus einer Hand“ bekommen“ – so Ines Feierabend, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, anlässlich der Eröffnungsfeier.

„Für die Stadt Gera ist dieses Jugendhaus von großer Bedeutung. Denn junge Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, braucht diese Stadt. Dadurch wird nicht nur die Wirtschaft gestärkt, auch viele andere Lebensbereiche profitieren davon. Ich wünsche mir, dass das Jugendhaus rege genutzt wird und im Verbund von Arbeitsagentur, Jobcenter und Stadt Gera für jeden, der diese Räume betritt, eine individuelle Lösung gefunden werden kann“, so Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn

„Gemeinsam wollen wir die Jugendarbeitslosigkeit in Gera spürbar senken. Kein Jugendlicher soll uns verloren gehen. Deshalb, und auch weil wir insgesamt das Arbeitskräfteangebot im Blick haben, erstrecken wir unsere Bemühungen im Jugendhaus auch auf Menschen, die älter sind – nämlich bis einschließlich 27 Jahre. Daher bin ich froh, dass wir die Anlaufstelle direkt in der Arbeitsagentur ansiedeln konnten, denn so haben unsere jungen Kunden keine langen Wege und können auch die Informations- und Dienstleistungsangebote des Berufsinformationszentrums (BiZ) aktiv nutzen. Zudem gewinnt die Förderung und Entwicklung eines jeden Einzelnen weiter an Bedeutung. Die dafür notwendigen Anstrengungen sind sowohl im Interesse der jungen Menschen als auch im Interesse der gesamten Gesellschaft. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräf-tebedarfes in unserer Region!“ betont Ralph Burghart, Leiter der Arbeitsagentur.

Dem Aufruf an die jungen Menschen in der Stadt zur Gestaltung des Geraer Jugendhauses folgten Schülerinnen und Schüler der SBBS Technik, der Ostschule Europaschule und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Gera-Lusan. Insgesamt 13 Vorschläge sind eingegangen, aus diesen eine Jury, besetzt mit Vertretern der Stadt Gera, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur, zu Beginn dieses Jahres zwei Gestaltungsvorschläge auswählte. Die Sieger des Ideenwettbewerbs wurden von Sandra Schöneich, Sozialdezernentin der Stadt Gera mit Preisen geehrt, die sie anlässlich der Eröffnungsfeier überreicht bekommen haben.

08. März 2016


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