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Erste der 12 Lutherweg-Tafeln an der Martinshöhe aufgestellt (6. Oktober 2015)

Beim Aufstellen der ersten Infotafel am Lutherweg-Abschnitt Gera an der Martinshöhe (v.l.): Sascha Neudert, OTEGAU-Projektleiter, die OTEGAU-Projektmitarbeiter Gerd Hofmann, Frank Zaumsegel, Andreas Stoll und OTEGAU-Anleiter Michael Zumpe, Dezernentin Claudia Baumgartner, Fachdienstleiter Konrad Nickschick, Horst Richter und Heinrich-Dieter Hischer. (Stadtverwaltung Gera, C. Heinrich) Einladung zur öffentlichen Freigabe des Lutherweg-Abschnitts Gera am Re-formationstag, 31. Oktober 2015, um 11 Uhr ab Hofwiesenpark mit Wanderpre-miere zum neuen vier Meter hohen Reformationskreuz im Stadtwald

Zwölf großformatige Lutherweg-Tafeln informieren künftig zur Geraer Reformations-, Stadt- und Kirchengeschichte. Sie dienen auch als Wegweiser und zeigen den Punkt des Lutherweges an, an dem sich die Wanderer, Spaziergänger und Pilger befinden, für die der Weg gedacht ist. Fast 20 Kilometer lang ist der Gera durchziehende Lutherweg-Abschnitt. Er gehört zum mitteldeutschen Pilger- und Wanderweg, der über rund 1.000 Kilometer durch Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Randgebiete Bayerns und Hessens verläuft.

Seit heute (6. Oktober) nimmt die erste Lutherweg-Infotafel ihren Platz an der Martinshöhe ein. Weitere Tafelstandorte sind vorgesehen an Kirchen der Stadt und bedeutsamen Stätten der Reformation in Gera. Der Lutherweg entsteht anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 und damit 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag.

Den Geraer Weg bauen der Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V. und der Ökumenische Kirchbauverein Gera e.V. in Kooperation mit der Stadt Gera und der OTEGAU GmbH. Mehr als 10.000 Euro Eigenmittel brachten die beteiligten Vereine auf, unter anderem unterstützt von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands. Fördermittel in Höhe von über 30.000 Euro stellte der Freistaat Thüringen bereit. Mit den Mitarbeitern des OTEGAU-Projektes konnten die Markierungs- und Wege-Instandhaltungsarbeiten sowie das Aufstellen der Tafeln durchgeführt werden.

„Der Countdown läuft. Am 31. Oktober soll der Geraer Lutherweg-Abschnitt öffentlich freigegeben werden. Wir laden schon jetzt herzlich ein in den Hofwiesenpark um 11 Uhr am Reformationstag und freuen uns auf viele Gäste“, so Heinrich-Dieter Hischer. Der Vorsitzende des Stadtwaldbrücken-Fördervereins spricht diese Einladung gemeinsam mit Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, mit Baudezernentin Claudia Baumgartner und mit dem Vereinsvorsitzenden des Kirchbauvereins, Roland Geipel, aus. Sie alle werden mit dabei sein zur Wege-Freigabe. Als Gäste und Wege-Nachbarn haben Ronneburgs Bürgermeisterin Krimhild Leutloff und Wünschendorfs Bürgermeister Jens Auer zugesagt. Die Trommlergruppe „Bateristas Del Sol“ sowie der Posaunenchor der Kirchgemeinde Gera sorgen für musika-lische Umrahmung, für Speis und Trank ist gesorgt – allerdings erst nach einem Feiertagsspaziergang als „Wanderpremiere auf dem Lutherweg“ in den Stadtwald. Dort gestalten Superintendent Andreas Görbert, Pfarrer Mathias Hock und Pastor Thomas Härtel als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen anlässlich der Weihe des neuen vier Meter hohen Reformationskreuzes eine ökumenische Andacht. Wer mag, kann dann den Lutherweg näher kennenlernen – und beispielsweise zur Infotafel auf der Martinshöhe laufen. Dass ausgerechnet hier die erste Infotafel entstand, hat rein logistische Gründe, so Vereinschef Hischer. Zugleich freut er sich über genau diesen logistischen Anfang. Denn diese Tafel „verweist auf die Wurzeln für unsere Gemeinschaft der Lutherweg-Bauer. Unsere Zusammenarbeit in der Grünwerkstatt des Baudezernates begann, weil wir den Stadtwald weiter verschönern und die Marienbrücke wieder aufbauen möchten. An der Marienbrücke halten wir auch weiterhin fest und diese Tafel an der Martinshöhe verweist darauf und auf die Stelle, zu der es dann direkt zur Brücke geht.“

Claudia Baumgartner, Dezernentin Bau und Umwelt, schätzt diese treibende Kraft der Vereine und die vielfältigen Effekte dieses Weges: „Gera ist mit diesem Weg an das überregionale Lutherweg-Netz angeschlossen. Das nützt uns touristisch. Und für alle Geraer und Nachbarn bietet der Weg viele sehr schöne Abschnitte zum Spazierengehen, Verweilen und zur Andacht. Noch dazu vermitteln die Infotafeln sicher nicht nur Touristen Wissenswertes über die Geraer Geschichte. Den Beteiligten der Grünwerkstatt danke ich sehr für ihr Engagement zusammen mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Ich wünsche dem Weg, dass viele ihn mit Freude hier in unserer Stadt gehen.“

Dem schließt sich Horst Richter an. Er gehört als stellvertretender Vorsitzender zu den Unterstützern im Ökumenischen Kirchbauverein für den Weg: „Mich hat es sehr gefreut, dass die Ökumene der Kirchen den Lutherweg unterstützt: die evangelische, die katholische Kirche und die Freikirchen gemeinsam. Manche Wege lassen sich gemeinsam am besten gehen – die Realitäten 500 Jahre nach Luther bieten uns dafür immer wieder Gelegenheiten.“

Programm am 31. Oktober: unter "Downloads" das Dokument "Lutherweg Gera Freigabe Plakat" zum Lesen, Herunterladen und Weiterleiten an Freunde, Bekannte, Familie



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