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Kabinettausstellung „Karl Jüttner - Skulptur“ im Museum für Angewandte Kunst eröffnet

Skulpturen aus allen Schaffensperioden des 2006 verstorbenen Saalfelder Künstlers Karl Jüttner gibt es vom 17. September bis zum 2. November 2014 im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. Skulpturen aus allen Schaffensperioden des 2006 verstorbenen Saalfelder Künstlers Karl Jüttner gibt es im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. (Lars Werner) Schau ist Bestandteil eines Gemeinschaftsprojektes mit dem Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt e.V. an drei Ausstellungsorten - verlängert bis 15. Februar 2015

Eine neue Kabinettausstellung unter dem Titel „Karl Jüttner – Skulptur“ wurde am 15. September im Museum für Angewandte Kunst Gera eröffnet. Die Schau ist Bestandteil eines Gemeinschaftsprojektes mit dem Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt e.V. zum Schaffen der in Saalfeld beheimateten Thüringer Künstlerfamilie Jüttner an drei Ausstellungsorten. Neben dem Keramikmuseum Bürgel und dem Geraer Museum, die sich dem keramischen Schaffen Karl Jüttners (1921 - 2006) widmen, werden im Rokokoschloss der Dornburger Schlösser Arbeiten von Renate Jüttner und Stephan Jüttner gezeigt. Im Rahmen dieses gemeinsamen Projektes können sich die Besucher nicht nur die verschiedenen Facetten des Jüttnerschen Kunstschaffens erschließen, sondern auch die heimische Kulturlandschaft zwischen Saale, Holzland und Elster entdecken. Grundlage der Exposition sind die Bestände aus den Sammlungen der beteiligten Institutionen, ergänzt mit Leihgaben der Künstler.
Der Weidaer Künstler Horst Sakulowski (rechts) und Freund vom 2006 verstorbenen Künstler Karl Jüttner würdigte zur Ausstellungseröffnung im Museum für Angewandte Kunst die Arbeiten des Saalfelders und konnte den Anwesenden einige Anekdoten über die gemeinsam verbrachte Zeit erzählen. Der Weidaer Künstler Horst Sakulowski (rechts) und Freund vom 2006 verstorbenen Künstler Karl Jüttner würdigte zur Ausstellungseröffnung im Museum für Angewandte Kunst die Arbeiten des Saalfelders und konnte den Anwesenden einige Anekdoten über die gemeinsam verbrachte Zeit erzählen. (Lars Werner) Das Museum für Angewandte Kunst Gera widmet sich in der Kabinettausstellung vor allem den keramischen Plastiken von Karl Jüttner. Er gehörte zu den frühesten und konsequentesten Erneuerern der DDR-Keramik. Damit war er ein Solitär im damals konservativen Thüringer Kunsthandwerk. Als Maler und Zeichner hatte der Verehrer der klassischen Moderne ein unbefangenes und offenes, von überkommenen Traditionen unbelastetes Verhältnis zum Werkstoff Ton. Mit seinen abstrakten und später figürlichen keramischen Plastiken erwarb er sich schnell internationale Anerkennung und war der erste Keramiker Ostdeutschlands, der in die Académie Internationale de la Céramik sowie darauf in die „Gruppe 83“ deutscher Keramiker berufen wurde. In der DDR mehr gelitten als gefördert, war es dem Museum für Kunsthandwerk Gera (heute Museum für Angewandte Kunst Gera) ein wichtiges Anliegen, diesen Künstler nach der Wende gebührend zu würdigen. Bereits in der ersten freien Ausstellung „Kunst die nicht sein durfte“ im Jahr 1990 war Jüttner zusammen mit Elly Viola Nahmacher und anderen vertreten. Anlässlich des 70. Geburtstages von Karl Jüttner zeigte das Museum eine umfassende Werkschau, begleitet mit einem ersten monografischen Katalog. Aus dieser Präsentation erwarb das Haus mit Unterstützung des Freistaates Thüringen einen repräsentativen Bestand an Werken. Zuletzt waren seine Werke 2003 in der großen Jubiläumsausstellung der Gruppe 83 im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. Der Künstler blieb dem Haus bis zu seinem Tod stets freundschaftlich verbunden.
Renate und Stefan Jüttner, Frau und Sohn des 2006 verstorbenen Künstlers Karl Jüttner, standen den Interessenten zur Eröffnung der Kabinettausstellung Rede und Antwort. Mit ihren privaten Leihgaben ermöglichten sie die Ausstellung von Skulpturen aus allen Schaffensperioden des Keramplastikers Renate und Stefan Jüttner, Frau und Sohn des 2006 verstorbenen Künstlers Karl Jüttner, standen den Interessenten zur Eröffnung der Kabinettausstellung Rede und Antwort. Mit ihren privaten Leihgaben ermöglichten sie die Ausstellung von Skulpturen aus allen Schaffensperioden des Keramplastikers (Lars Werner) Mit dieser Kabinettausstellung, den Dauerausstellungen „Art deco und Funktionalismus“ und „Keramik des 20. Jahrhunderts. Die Schenkung Welle“ und der Sonderausstellung „Bakelit. Vom Kunststoffdesign der 1920er bis 1950er Jahre“ bietet das Museum für Angewandte Kunst Gera seinen Besuchern derzeit eine abwechslungsreiche Palette zu unterschiedlichen Themen der Angewandten Kunst, die von künstlerischen Unikaten bis zum Industriedesign reichen. Die Kabinettausstellung ist bis 15. Februar 2015 von Mittwoch bis Sonntag und an den Feiertagen von 12 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung zu sehen.

Kontakt:
Museum für Angewandte Kunst Gera
Greizer Straße 37
07545 Gera
Tel.: 0365 – 838 1430
Fax: 0365 – 838 1432
E-Mail: musak@gera.de