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Auf dem Weg zum Qualitätssiegel „Familienfreundliche Stadt“ (29. Juli 2014)

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Strategieworkshop. (Stadtverwaltung Gera) Dezernentin Sandra Schöneich führt intensiven Austausch mit Kommunalpolitikern und Familienfachleuten durch

Auf dem Weg zum Zertifikat „familiengerechte Kommune“ folgten rund 20 Kommunalpolitiker, Akteure der Familienpolitik und Verwaltungsmitarbeiter der Einladung von Geras Sozialdezernentin Sandra Schöneich zu einem Strategieworkshop. Sie tauschten ihre Sichtweisen in Bezug auf Geras Angebote für Familien aus und formulierten ihre Ziele hinsichtlich einer besseren Familienfreundlichkeit in unserer Stadt. „Es kommt nicht darauf an, stets mehr zu tun. Es kommt darauf an, das Richtige zu tun“, sagt die Diplom-Sozialwirtin Kerstin Schmidt. Sie begleitet Gera als Auditorin des Vereins Familiengerechte Kommune e.V. für das von Gera angestrebte Qualitätssiegel „Familienfreundliche Stadt“. Sie schätzt nach ersten Analysen der Angebote für Familien in Gera ein: „Die Stadt bietet bereits sehr viel. Allein im Bereich Kinderbetreuung wird nahezu alles getan, was getan werden kann. Dabei gibt es gerade in Zeiten des demografischen Wandels stets weiteres Potenzial und das wollen wir zusammen erkennen und für die Zertifizierung konkrete Projekte für die nächsten drei Jahre ableiten“. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad diskutierten die Teilnehmer auch in Anbetracht der begrenzten Möglichkeiten Geras als haushaltssanierende Stadt. „Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen und alles angehen, was wir uns wünschen. Wir dürfen nicht zuerst auf Vielfalt setzen sondern müssen Qualität und Konzentration auf das Wesentliche in den Vordergrund rücken. Nur dann sind tatsächliche Verbesserungen realistisch, die bei den Geraern auch ankommen. Und das muss unser Ziel sein“, so Sandra Schöneich. Sie dankte für die Unterstützung der Auditierung durch den Verein Familienfreundliche Kommune e.V. und die Thüringer Stiftung Familiensinn, die das Audit finanziert.

Die Workshopteilnehmer sehen als einen Schwerpunkt, die Wirtschaft als Partner für Familienfreundlichkeit zu gewinnen. Hier gebe es bereits Vorzeige-Unternehmen, die beispielsweise Kita-Gebühren übernehmen. Gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen könnten hier weitere Schritte, wie familienfreundliche Arbeitszeiten, angegangen werden. Als wesentlich kristallisierte sich auch die zu verbessernde Öffentlichkeitsarbeit und Koordination der Hilfen für bedürftige Familien heraus. Viele Angebote existierten nebeneinander. Zu aufwändig seien für die Bürger Recherchen wie zu betreutem Wohnen, Beratungszentren, Spezifika von Schulen und Kitas. Eine Kompakt-Beratungsstelle könnte eine neue Qualität schaffen. Alle Ergebnisse der mehr als fünfstündigen Diskussion fasst die Auditorin jetzt zusammen, um darauf ab September aufzubauen. „Wir legen dann abschließend Ziele und Projekte fest und beteiligen die Geraer mit ihren Meinungen und Initiativen“, so Kerstin Schmidt. Gera lebe bereits eine aktive Beteiligungskultur, wie die intensive Bürgerarbeit für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK GERA2030 zeige. An diese knüpfe man jetzt an, wie im Übrigen auch an viele Inhalte des ISEK. „Gera nutzt sehr konsequent das ISEK als Arbeitsgrundlage und vertieft ernsthaft, was im langfristigen Leitfaden für die Stadt verankert ist“, so Kerstin Schmidt anerkennend.

Das Audit zum Qualitätssiegel „Familiengerechte Kommune“ gehört als Teilprojekt zum übergeordneten ISEK-Leitprojekt: „Gera 2030 Familien in den Mittelpunkt stellen“. Dieses besagt: „Gerade in der älter werdenden Gesellschaft Geras sollen junge Menschen besonders angesprochen werden, damit sie sich für Gera als Lebensmittelpunkt entscheiden. Schwerpunkte bilden hierbei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Lebensqualität und der Dialog der Generationen.“

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