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Gera beteiligt sich an Bewerbungen zur IBA (23. Juli 2014)

Das Plakat zum Projekt "Musik-Campus Rutheneum seit 1608 Gera" Gera beteiligt sich an Bewerbungen zur IBA

„Musik-Campus Rutheneum seit 1608“, Stadtentwicklung im Dialog sowie Gemeinschaftsprojekte in der Region und private Geraer Initiativen sind dabei

Die Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA) will bis 2023 zukunftsweisende innovative Ideen für Thüringen befördern. Bis zum 15. Juli konnten sich Ideengeber und Initiativen bei der IBA um die Anerkennung als „IBA Projekt“ und damit um Beratungs- und Fördermittelhilfe sowie Zuschüsse aus einem 30-Millionen-Euro-Etat bewerben.

Die Stadtverwaltung Gera bewarb sich mit zwei Projekten: Erstens mit dem „Musik-Campus Rutheneum seit 1608“. Dieses Schulbauprojekt zur Konzentration des Goethe-Gymnasiums am Standort Johannisplatz bestätigte der Stadtrat mit dem Integrierten Stadtentwicklungs¬konzept ISEK GERA2030 im Mai diesen Jahres. Das Schulhaus Nikolaiberg soll aufgegeben, die Schule rund um das Rutheneum durch einen Anbau und die Sanierung des ehemaligen reussischen Regierungsgebäudes zusammengeführt werden. Zweitens will die Stadtverwaltung mit „Stadtentwicklung im Dialog – Vernetzte Stadt“ wichtige Themen der Stadtentwicklung gemeinsam mit Netzwerken vorantreiben, mit Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Initiativen diskutieren, dabei auf vorhandene Kontakte aus den ISEK-Arbeitsgruppen aufbauen und vor allem auch private Initiativen stützen.

Gera beteiligt sich außerdem als Partner an drei Gemeinschaftsbewerbungen:
1. Das Projekt „ARGE NOAH“ unter Leitung von Prof. Dr. Gerlinde Krause von der Fachhochschule (FH) Erfurt setzt in Partnerschaft mit Gera, Altenburg und Ronneburg auf Thüringer Landesverschönerung. Gera bringt sich mit dem Vorhaben „Stadtwald entdecken“ zur Attraktivitätssteigerung des Stadtwaldes für Naherholung und Tourismus ein. Dieses wiederum entstand gemeinsam mit dem Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V. und ist ebenso mit dem ISEK GERA2030 beschlossen worden. Ronneburg bringt in der „ARGE NOAH“ die Aufforstung der Haldenflächen ein und Altenburg möchte neue Impulse bei der nachhaltigen Entwicklung des Kleingartenwesens und des Naherholungsgebietes am Großen Teich setzen.
2. Mit dem zweiten Gemeinschaftsprojekt „Region Gera“ unter der Federführung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft KAG Wismut-Region wollen Gera und umliegende Gemeinden Lebensqualität in Dorf und Stadt neu definieren - und zwar nicht nach bundeseinheitlichen Vorgaben, sondern individuell vor Ort in der Region Gera, und darauf aufbauend Leistungen zur Daseinsvorsorge abstimmen.
3. Beim dritten Gemeinschaftsprojekt schlossen sich auf Initiative Gothas unter dem Titel „PrinzIBA“ sieben Städte mit dem Ziel zusammen, sich zur Umsetzung von IBA-Projekten auszutauschen und abzustimmen.

Auch private Geraer Initiativen bewarben sich mit Projekten:
1. Mit „Das Biermann-Quartier - Mix it!“ soll, angeregt durch den besonderen Genius Loci, ein hochmoderner Mix an Lebens-, Wohn- und Bauformen entstehen. Architektenwettbewerbe sollen den Umbau der Biermann-Villa zum Passivhaus und weitere Bauwerke mit zirka 30 Wohnungen definieren, die als Genossenschafts¬modell, Eigentümergemein¬schaft und Mietwohnanlage konzipiert sind. Zudem geht es um Mühlgrabenrevitalisierung, ein Energiekonzept mit Option für ganz Untermhaus und einen Interessentenaufruf noch 2014.
2. DIALOG IM KONTEXT. Das Architekturbüro Siegfried v. Hopffgarten bewirbt sich mit dem Projekt „Energieautarke Stadtquartiere an Geras grüner Nord-Süd-Achse“.
3. Der Verein „Ja – für Gera e.V.“ beteiligt sich mit dem Projekt „Geras Starke Mitte“, einem Teil des ISEK-Projektes „GERSCHE MEILE2030“ .
4. Die Interessengemeinschaft „IG Kulturgenossenschaft Gera“ will mit der „Kulturgenossenschaft KuK Gera e.G.“ das Kultur- und Kongress Zentrum (KuK) Gera erhalten und fortführen sowie zum soziokulturellen Zentrum in Form einer Bürgergenossenschaft erweitern. Die energetische Sanierung des bauzeitlichen, denkmalgeschützten Bestandes ziele auf weitgehende Energieautarkie, innerstädtische Brachflächen sollen genutzt werden, so die Initiatoren.
5. Das Projekt „Musikerviertel Gera“ bewegt sich im IBA-Handlungsraum „Lebenswerte Quartiere“. Der Projektanspruch wird mit „sozial – nachhaltig - wirtschaftlich“ umschrieben für die komplexe Gestaltung eines Neubauquartiers auf ca. 22.000 m² Fläche. Im Focus sollen laut Projektträger nicht nur technische Parameter stehen, sondern Lebensqualität, soziales Wohlbefinden, Inklusion, Zufriedenheit und die Werthaltigkeit des gesamten Quartiers.
Am 30. September gibt die IBA die Projekte bekannt, die unter allen 250 Bewerbungen ausgewählt werden für die nächste Projektbewertungsphase. Die Anerkennung als IBA-Projekt erhält ein Projekt erst nach einem mehrstufigen Bewertungssystem.

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