deutsche Version dieser Seite deutsch | english version of this page english | Schriftgröße: - A A + | Stadtplan | GeoPortal Stadtplan anzeigen
Suche

Neue Kabinettausstellung „Reinhold Rieckmann Keramische Welten“

Museum für Angewandte Kunst präsentiert in Kooperation mit dem Förderverein Freunde des Ferberschen Hauses e.V. Werke des national und international bekannten hessischen Keramikers


Unter dem Titel „Reinhold Rieckmann Keramische Welten“ zeigt das Museum für Angewandte Kunst Gera vom 18. Mai bis zum 1. Juni in Kooperation mit dem Förderverein Freunde des Ferberschen Hauses e.V. eine Kabinettausstellung mit Gefäßen, Wandobjekten und Plastiken des 1942 in Hamburg geborenen, national und international bekannten hessischen Keramikers, Grafikers und Fotografen. Eröffnet wurde die Ausstellung zum Internationalen Museumstag am 18. Mai. Die erstmalig in Gera ausgestellten Werke kommen aus der Schenkung Welle sowie aus Donationen des Künstlers an die „Freunde des Ferberschen Hauses“, ergänzt durch Leihgaben aus seinem Privatarchiv. Er wolle damit seine Wertschätzung für dieses national anerkannte Museum demonstrieren, betonte Rieckmann gegenüber dem Förderverein.

Reinhold Rieckmann absolvierte eine klassische Keramikerausbildung bis zum Meisterbrief an der Keramischen Fachschule Landshut und zusätzlich eine Chemigrafenlehre. Seine eigentliche künstlerische Prägung erfuhr er während des Studiums an der Gesamthochschule Kassel von 1966 bis 1971 bei dem großen Pionier und Erneuerer der deutschen Nachkriegskeramik Walter Popp sowie dem Bildhauer Harry Kramer. Zudem studierte er Grafik in Kassel. Von den Vorbildern der revolutionären keramischen Montagen Popps, die viele deutsche Keramiker inspirierten, löste sich Rieckmann jedoch immer deutlicher und konsequenter, indem er sich in seinen Arbeiten kritisch mit allgemein menschlichen Themen sowie konkreten gesellschaftskritischen Fragen auseinandersetzte. Dies wird an Plastiken deutlich, die Architekturmonumenten ähneln und Themen, wie Diktatur, Macht, Gewalt, Gefangenschaft, symbolträchtig interpretieren. Damit wurde er international bekannt. Dazu gehören auch die in den vergangenen Jahren entstandenen „Bunkerobjekte“. Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und werden in Beziehung zu strengen Vasenobjekten und frühen Gefäßen sowie Wandtellern mit malerisch und grafisch reizvollen Glasurexperimenten gesetzt. Mit dieser Ausstellung knüpft das Museum an seine großen Präsentationen zeitgenössischer Keramik an, die weit über Thüringen hinaus nicht nur in Fachkreisen viel Anerkennung fanden. Das Museum für Angewandte Kunst in der Greizer Straße 37 ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.


Veröffentlichung: 19.05.2014