deutsche Version dieser Seite deutsch | english version of this page english | Schriftgröße: - A A + | GeoPortal Stadtplan anzeigen
Logo Bender Interaktiver Stadtplan
Suche

Kontaktdaten
    Stadtmuseum Gera

    Museumsplatz 1
    07545 Gera
    Tel.: 0365 8381470
            0365 55249954(Kasse Höhler)
    Fax: 0365 8381473


Sonderausstellung "Zwischen Kaiser und Kurfürst" im Stadtmuseum eröffnet

Die Reformation in Gera und ihre Auswirkungen: Sonderausstellung im Stadtmuseum Gera vom 20. Juli 2013 bis 25. Februar 2014


Foto mit Prinz Reuß (v.l.n.r.) Dr. Heike Karg, Leiterin des Museums Osterburg Weida, Heinrich XIII. Prinz Reuß und Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn. Im Hintergrund der Sarkophag des Heinrich Posthumus. (Stadtverwaltung) Im Jahr 2017 begehen Deutschland und Europa mit dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags Martin Luthers und der damit ausgelösten Reformation des christlichen Glaubens ein herausragendes historisches Jubiläum.

In Gera wird in diesem Jahr erst der 480. Jahrestag der Reformation begangen. Aus diesem Anlass hat das Stadtmuseum eine opulente Sonderausstellung mit etwa 100 Objekten aus dem 15. bis 19. Jahrhundert zusammengestellt. Dazu zählen herausragende Exponate wie die „Postersteiner Kreuzigung“ (Altartafel) von Lucas Cranach d. Ä., der von Peter Breuer um 1500 geschaffene Hirschfelder Altar, ein Epitaph aus dem Jahr 1616 für einen Geraer Kaufmann und der Sarkophag des Heinrich Posthumus Reuß von 1635. Die Ausstellung wird unterstützt mit Leihgaben des Hauses Reuß, des Thüringischen Staatsarchivs Greiz, des Heinrich-Schütz-Hauses Bad Köstritz und des Stadtmuseums Jena. Weiterhin sind die Kunstsammlung Gera und das Stadtarchiv Gera mit Objekten vertreten.



Blick in Ausstellung Blick in Ausstellung Weshalb sich die Reformation in Gera erst 1533 durchgesetzt hat, ist dadurch zu begründen, dass die Annahme der neuen Lehre im 16. Jahrhundert in den einzelnen deutschen Territorien in starkem Maße von der Neigung des jeweiligen Landesherrn abhängig war. So begann in Gera erst 16 Jahre später die sukzessive Beseitigung des katholischen Glaubens. Die damaligen Konflikte zwischen den katholischen Mächten im Reich, an deren Spitze der Kaiser stand, und den Anhängern des neuen Glaubens, dessen prominentester Vertreter der sächsische Kurfürst Johann Friedrich war, brachen 1546 im Schmalkaldischen Krieg offen aus.

Sarkophag Der Sarkophag des Heinrich Posthumus. (Stadtverwaltung) Mit der Niederlage der protestantischen Allianz in diesem Krieg drohte dem Herrn von Gera und seinen Verwandten, den Herren Reuß zu Greiz, der völlige Verlust ihrer Landesherrschaft. Ab 1560 konnten die Reußen jedoch ihre und die Geraer Herrschaft wieder übernehmen und begannen mit der Etablierung einer streng lutherisch geprägten Landeskirche. Der Geraer Landesherr Heinrich Posthumus Reuß (1572-1635) schließlich konnte Anfang des 17. Jahrhunderts diese Entwicklung weiterführen und vollenden.


Hirschfelder Altar Teilansicht Hirschfelder Altar. Peter Breuer um1500 Pünktlich zur Ausstellung erscheint übrigens das „Geraer Heft“ Nr. 4, das sich ausschließlich mit dem Ausstellungsthema beschäftigt. Es trägt ebenfalls den Titel: „Zwischen Kaiser und Kurfürst. Die Reformation in Gera und ihre Auswirkungen“.

Die Ausstellung zur Reformation ist bis zum 25. Februar 2014 im Stadtmuseum zu sehen. Dieses ist von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet.



Veröffentlichung: 04.11.2013