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    Fachdienst Umwelt
    Untere Immissionsschutz- und Chemikaliensicherheitsbehörde
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Elektromagnetische Felder

Sendemastantenne Elektromagnetische Felder in unserem Alltag

Elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern (EMF) ist der Mensch heutzutage ständig ausgesetzt, überall wo Spannung vorhanden ist und Strom fließt. Das Ausmaß hat sich vervielfacht, da sowohl im Haushalt, am Arbeitsplatz, in der Freizeit und in der Umwelt Geräte diese Felder erzeugen.
Die Felder können eine sehr große Reichweite haben, wie wir z.B. aus der Nutzung des erdgebundenen oder des Satelliten-Rundfunks erfahren. Von daher kann sich der Mensch der Einwirkung von Feldern praktisch nicht entziehen.
Die in unserer Alltagsumwelt auftretenden Felder sind jedoch relativ schwach. Stärkere Felder sind jeweils auf die direkte Nähe der Quelle beschränkt.
Besonders nachhaltig erobert haben unseren Alltag die Produkte der mobilen Kommunikationstechnik. Das Handy ermöglicht vielen Menschen ein hohes Maß an Flexibilität, räumlich und zeitliche Einschränkungen werden aufgehoben, die Sicherheit im Alltag steigt.
Gleichzeitig zur hohen Akzeptanz der Handys (33 Mio verkaufte Handys in Deutschland 2007) und sonstigen mobilen Endgeräten nimmt die Sensibilität der Menschen besonders für die Belastungen, die von den installierten Antennen oder Sendemasten ausgehen ausgehen (Elektrosmog), zu.

Unterschieden wird zwischen Niederfrequenzfeldern bis 30 kHz und Hochfrequenzfeldern (30 kHz – 300 GHz)
Niederfrequenzfelder treten vorwiegend als Begleiterscheinung der Energieversorgung (Hochspannungsfreileitungen, Erdkabel, Trafostationen) auf.
Hochfrequenzfelder werden hauptsächlich zur Übermittlung von Informationen (z.B. Fernseh- und Rundfunksender, Mobilfunk) benutzt.
Hochfrequenz- und Niederfrequenzfelder unterscheiden sich grundlegend physikalisch und auch in ihren Auswirkungen auf den Menschen. Deshalb müssen sie getrennt betrachtet werden. Hochfrequente elektromagnetische Felder werden vom menschlichen Körper absorbiert und führen zur Erwärmung von Körbergewebe.

Schutz vor elektromagnetischen Feldern

Bereits am 1. Januar 1997 trat in Deutschland die Verordnung über elektromagnetische Felder (26. Verordnung Im Bundes-Immissionsschutzgesetz – 26. BImSchV) zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder in Kraft.
In dieser Verordnung sind die Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Hoch- und Niederfrequenzanlagen festgelegt, insbesondere Immissionsgrenzwerte der elektrischen Feldstärke und magnetische Flußdichte für Niederfrequenzanlagen Grenzwerte der elektrischen und magnetischen Feldstärke für Hochfrequenzanlagen.


Prüfung der Sendeanlagen

Die Verordnung gilt insbesondere für die Errichtung und den Betrieb vom gewerblichen und ortsfesten Sendefunkanlagen. Bevor Funksendeanlagen in Betrieb genommen werden dürfen, müssen sie der zuständigen Immissionsschutzbehörde angezeigt werden. Der Betreiber einer Mobilfunkanlage benötigt zur Anzeige eine Standortbescheinigung. Diese Bescheinigung wird erst dann erteilt, wenn sichergestellt ist, dass die betreffende Funksendeanlage die gültigen Grenzwerte zum Schutz von Personen vor elektromagnetischen Feldern einhält.
Unter der Berücksichtigung der bereits vor Ort (ohne die neue Funksendeanlage) vorhandenen Feldstärken wird von der BNetzA (Bundesnetzagentur) für den betreffenden Senderstandort ein Sicherheitsabstand festgelegt. Außerhalb des Abstandes sind die Grenzwerte der 26. BImSchV eingehalten.
Ist die Einhaltung der Grenzwerte in Bereichen, in denen von einem zeitlich unbegrenzten Aufenthalt ausgegangen werden kann (z. B. Wohnungen) nicht möglich, so verweigert die BNetzA die Standortbescheinigung. In diesen Fällen ist der Betrieb der betreffenden ortsfesten Funksendeanlage untersagt. Eine Standortbescheinigung wird für jede neue oder wesentlich geänderte Funksendeanlage erstellt und ist der zuständigen Immissionsschutzbehörde vorzulegen.


Standortdatenbank der Bundesnetzagentur (BNetzA)

Mit der Standortdatenbank der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen wird die Öffentlichkeit über ortsfeste Sendeanlagen und Messungen der elektromagnetischen Feldstärke informiert.

Den Kommunen fällt bei der Standortplanung im Rahmen des Netzaufbaus mittlerweile eine besondere Rolle zu. Aufgrund der freiwilligen Vereinbarung der Mobilfunkbetreiber mit den Kommunalen Spitzenverbänden vom 5. Juli 2001 werden die Kommunen frühzeitig über mögliche Mobilfunksendestandorte informiert und in die Standortplanung mit einbezogen. Die Kommunen haben mit dieser Vereinbarung die Möglichkeit erhalten, die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie die kommunalen Interessen in den Planungsprozess einzubringen. Betreiber von Hoch- und Niederfrequenzanlagen müssen ihre Anlagen, auch nach einer Leistungserhöhung, vor Inbetriebnahme der zuständigen Immissionsschutzbehörde anzeigen.
Die BNetzA prüft, ob die Grenzwerte zum Schutz der Menschen vor elektromagnetischen Feldern eingehalten sind. Dies wird von der BNetzA mit einer Standortbescheinigung an den Betreiber bestätigt.


Mobilfunkantenne Aufgaben der unteren Immissionsschutzbehörde

Die Anzeige vor Inbetriebnahme einer neuen oder wesentlich geänderten Mobilfunksendeanlage nimmt die zuständige Untere Immissionsschutzbehörde entgegen. Dieser Anzeige wird auch die Standortbescheinigung der BNetzA beigefügt.
Zuständig für Beschwerden im Zusammenhang mit dem Betrieb der Mobilfunksendeanlagen ist die Untere Immissionsschutzbehörde
Für die sich aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beziehungsweise der Bundes-Immissionsschutzverordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) ergebenden Aufgaben sind im Freistaat Thüringen die Landkreise bzw. die kreisfreien Städte zuständig. Diese Aufgaben umfassen insbesondere:

• die Annahme, Überprüfung und datentechnische Erfassung von Anzeigen nach § 7 26.BImSchV, fachliche Bewertung und gegebenenfalls Zulassung von Ausnahmen nach § 8 26.BImSchV,
• die Überwachung der Einhaltung der Anforderungen der 26. BImSchV, insbesondere durch Überwachung von Anlagen und Schutzgütern,
die Bearbeitung von Beschwerden.


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