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Grüne Mulde

Die Grüne Mulde ist das Herzstück der Freiflächen des Wohngebietes „Bieblacher Hang“, das insgesamt denkmalwürdig und unter Schutz gestellt ist. Sie ist eine in zeittypischer Formensprache der 60er Jahre errichtete Grünanlage. Dabei ist die Grüne Mulde für damalige Verhältnisse ausgesprochen aufwändig gestaltet worden, erklärbar durch den besonderen Status des Wismut-Wohngebietes: Die aufwändige Wasser- und Springbrunnenanlage, Wasserbecken und Mauern mit Natursteinverkleidung, Rosen- und Staudenpflanzungen, Bronzeskulpturen – dies alles geht über den üblichen Standart eines Wohngebietsparks hinaus.

Deshalb wurde 2009 mit der Rekultivierung der Grünen Mulde durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eigenbetriebes Geraer Stadtgrün, Forsten und Friedhöfe begonnen.

Was wurde alles gemacht?

- Sanierung der Mauern und der ehemaligen Wasserbecken – Reparatur der Sandsteinverblendungen, Austausch beschädigter Steine, Neuverfugung, Herstellung und Einbau neuer Betonelemente (Laufsteine) nach Originalbefund, Abdichtung des Mauerwerks, Herstellen der Beckenentwässerungen, Einbringen von Dränageschicht und Bodensubstrat, Bepflanzung, mineralische Mulchschicht. Da die aufwendige Betreibung der ursprünglichen Wasseranlage nicht mehr möglich ist, wurden die Wasserbecken in Abstimmung mit den Denkmalbehörden als Pflanzbeete wiederhergestellt, das Wasser wird durch eine einheitliche blau blühende Staudenbepflanzung symbolisiert.

- Abriss und Neuaufbau der Wegeflächen und Treppenanlagen (Betonstufen und Betoneinfassungen, Wegeflächen mit Asphaltbeton – wie im Originalbefund; Handläufe an den Treppen als neue Zutat in der Formensprache der 60er)

- Bau einer passenden Wegebeleuchtung für den Treppenweg als Ersatz für die ursprüngliche Beleuchtungsanlage,

- Herstellung von Stauden- und Rosenflächen in Anlehnung an die ursprüngliche Gestaltung, Rosenstandorte teilweise mit Bodenaustausch (gegen Bodenmüdigkeit)

- Rodung von Wildaufwuchs vor allem in den Staudenflächen.

- Aufstellen von Bänken, Papierkörben, Skulpturen. Die Flußpferdskulpturen, die ursprünglich im großen Wasserbecken standen, waren verschollen. Die stark beschädigten Skulpturen wurden während der Sanierungsarbeiten im Becken vergraben aufgefunden, saniert und wieder aufgestellt.

Die Grüne Mulde wurde am 31.08.2011 feierlich eröffnet.

Allerdingst die Fertigstellung noch nicht abgeschlossen. Der zweite Bauabschnitt ist für 2013 geplant.

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