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Kostenloser Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen

Start am 01. März in Gera - Gemeinschaftsprojekt von Stadt, GVB, BSVT, OTEGAU und ARGE SGB II

Sie sind vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage, allein zum Arzt, zu einem Besuch oder zu einer kulturellen Veranstaltung zu kommen? Kein Problem! Ab 01. März 2010 gibt es dafür in Gera einen kostenlosen Begleitdienst für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Hilfebedürftige und Senioren.


Viele Partner setzten das Projekt MobilLotse gemeinsam um (v.l.): Udo Gantzke (Geschäftsführer GVB), Kai Loth (ARGE SGB II Stadt Gera), Roswitha Schmeller (Geschäftsführerin Otegau Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH Ostthüringen/Gera), Christiane Neudert (Sozialdezernentin der Stadt Gera), Eberhard Tölke (Blinden und Sehbehindertenverband Thüringen e.V.) Diesen Service können Menschen mit Körper- oder Sinnesbehinderungen, wie Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer, Gehörlose, Hörgeschädigte, Blinde und Sehbehinderte, Senioren, Menschen mit sonstigen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, nutzen sowie alle, die nur ein vorübergehendes Handicap, zum Beispiel ein Gipsbein, haben.

Der Begleitdienst für Mobilitätseingeschränkte leistet Unterstützung bei Fahrten zu öffentlichen Einrichtungen wie Ämtern und Verwaltungen, zu kulturellen Einrichtungen wie Theater, Museen, Ausstellungen, aber auch zu Ärzten – wenn der Bus oder die Straßenbahn des Geraer Verkehrsbetriebes genutzt werden.

Angeboten werden Hilfestellungen auf dem Weg von der Wohnung zu Einrichtungen bzw. zu den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, beim Ticketkauf, beim Ein- und Aussteigen, während der Fahrt, beim Weg und bis zum gewünschten Ziel. Die zu begleitenden Personen müssen allerdings in der Lage sein, mit Bus und Bahn zu fahren und natürlich im Besitz eines gültigen Fahrausweises sein.

Der Begleitdienst ist über den StadtService H 35, Heinrichstraße 35, zu erreichen. Dort sind ab sofort montags bis freitags jeweils von 08.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 18.00 Uhr telefonische Anmeldungen unter der Nummer 838 1940 möglich. Ab 01. März 2010 geht das auch online unter http://www.gvbgera.de/mobillotse.
. Wie die Unterstützung für einen Sehbehinderten beim Einsteigen in eine Straßenbahn aussehen kann, demonstrieren Eberhard Tölke vom Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V. und die MobilLotsin Simone Schmidt (Stadtwerke Gera AG) Der Begleitservice selbst wird montags bis freitags zwischen 08.00 und 20.00 Uhr angeboten. Anmeldungen sollten möglichst bis einen Tag vor der gewünschten Begleitung eingehen. Hilfen am selben Tag sind nur möglich, wenn ein Begleiter verfügbar ist. Sobald die Anmeldung bestätigt wird, ist die gewünschte Begleitung sicher. Man wird dann auf Wunsch vom angegebenen Standort abgeholt und unter Nutzung von Bus oder Straßenbahn bis zum Ziel und natürlich auch wieder zurück begleitet.

Der neue Dienst soll keineswegs Konkurrenz zu den Behindertenfahrdiensten in Gera sein. Er richtet sich an diejenigen, die zwar ohne einen solchen Fahrdienst, aber eben nicht allein unterwegs sein können.

Zehn Servicekräfte der OTEGAU, gefördert von der ARGE SGB II Stadt Gera, stehen dem Projekt zur Verfügung. Sie alle erhalten seit Anfang Februar 2010 notwendige Schulungen durch den Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen, den Geraer Verkehrsbetrieb und die Stadtverwaltung Gera.

Das Angebot gilt ab dem 01. März 2010 für die nächsten fünf Monate. Hat der Service Erfolg, könnte daraus eine längerfristige Unterstützung entstehen. In den kommenden Wochen sollen zunächst Erfahrungen gesammelt werden. Zeigt sich, dass ein Bedarf auch für die Begleitung zu anderen Zeiten - zum Beispiel am Abend oder an den Wochenenden - besteht, könnte der Service je nach Möglichkeit auch erweitert werden.



Partner des Gemeinschaftsprojektes sind der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V., die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die Stadtverwaltung Gera, Dezernat Soziales und StadtService H35, sowie die ARGE SGB II Stadt Gera. Projektträger ist die OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH Ostthüringen/Gera.

Sollten die Servicekräfte nicht im Begleitdienst unterwegs sein, stehen sie den Fahrgästen an der Umsteigestelle Heinrichstraße als Helfer zur Verfügung oder bieten Unterstützung bei Problemen und Ausnahmesituationen wie im Schienenersatzverkehr an. Sie sind leicht an ihrer schwarzen Jacke oder Weste mit dem Logo „Mobil-Lotse“ zu erkennen.

Hilfebedürftigen wird gern geholfen. Niemand soll zögern, den Service in Anspruch zu nehmen. Die Partner hoffen, dass der Service gut angenommen wird, denn sie sind sich einig – ein Bedarf besteht auf jeden Fall.

Veröffentlichung: 17.02.2010