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Lasur soll Naturschutzgebiet werden / Vorstellung eines Schutzwürdigkeitsgutachtens im Naturkundemuseum mit herausragenden Ergebnissen

Am vergangenen Freitag, dem 10.10.2006 fand im Barocksaal des Naturkundemuseums die öffentliche Vorstellung eines Naturschutzfachlichen Gutachtens zur Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit der Lasur statt. Eingeladen hatte dazu die untere Naturschutzbehörde der Stadt Gera, die dieses Gutachten auch Anfang dieses Jahres in Auftrag gegeben hatte.
Vor zahlreichen interessierten Naturschutzfreunden und Fachleuten stellte Herr Dr. Hartmut Sänger gemeinsam mit zwei Spezialisten, Herrn Andreas Weigel und Herrn Frank Burger ein unerwartet umfangreiches Datenmaterial vor. Neben historischen Daten wurden Biotoptypen und Farn- und Blütenpflanzen kartiert, Pilze erfasst und vor allem der bisher weitestgehend unbekannte Bestand an Käfern und Wildbienen untersucht. Auch die Daten zu Brutvögeln, bereitgestellt von den Geraer Ornithologen und eine umfassende Erhebung zu den Schmetterlingen von Herrn Wolfgang Heinicke und Herrn Klaus-Dirk Gottschaldt aus dem Jahr 1996 flossen mit ein. So konnten u.a. 455 Farn- und Blütenpflanzen, 129 Pilze, 82 Brutvögel, 319 Käfer, 109 Wildbienen und 293 Schmetterlinge nachgewiesen werden, darunter viele seltene und besonders geschützte Arten. Die Autoren betonten ausdrücklich, dass diese Ergebnisse auf Grund des kurzen Untersuchungszeitraumes nur die „Spitze des Eisberges“ seien. Mit Unterstützung des Geraer Naturschutzbeirates will die untere Naturschutzbehörde mit der nun vorhandenen Datenbasis die Unterschutzstellung der Lasur als Naturschutzgebiet bei der oberen Naturschutzbehörde beantragen


Veröffentlichung: 20.10.2006