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Dix-Schülerin Erika Streit im Alter von 101 Jahren verstorben

Erika Streit, die letzte lebende Schülerin des in Gera gebürtigen Otto Dix, ist nach Angaben der Erika-Streit-Stiftung am 02. Juni 2011 im Alter von 101 Jahren in Kilchberg gestorben. Am 01. März 1910 in Schwaz/Böhmen geborene, wurde sie 1931 in die Malklasse von Otto Dix (1891-1969) an der Kunstakademie Dresden aufgenommen.


Nach der Entlassung von Dix aus dem Lehramt durch die Nationalsozialisten war sie noch eine Zeitlang dessen Privatschülerin in Dresden. 1930 wurde Erika Streit mehrfach durch den Fotografen Hugo Erfurth und 1934 auch durch den Maler und Grafiker Hans Theo Richter porträtiert. 1934 verließ sie Deutschland und setzte ihre Kunststudien an Pariser Akademien fort, unter anderem bei Othon Friesz, Marcel Gromaire, Charles Despiau und Aristide Maillol. 1943 übersiedelte die Künstlerin in die Schweiz und lebte in Kilchberg am Zürichsee.

Als letzte lebende Dix-Schülerin besuchte die Künstlerin mehrfach Gera und übereignete der Kunstsammlung neben einer Reihe von Zeichnungen und Gemälden auch ihr 1933 entstandenes „Selbstbildnis mit Kugelvase“. Arbeiten von Erika Streit waren in Gera in mehreren Sonderausstellungen zu sehen. Dazu gehörte eine Personalausstellung mit Gemälden und Zeichnungen aus ihrer Dix-Schülerzeit im Otto-Dix-Haus. Außerdem bereicherten ihre Arbeiten die Expositionen "Dix-Schüler. Nähe und Distanz" (1995) sowie "Sehen, was da ist" (2003). Im Geraer Stadtmuseum war zudem 2007 die Retrospektive "Erika Streit. Ein Malerleben zwischen Dresden, Prag, Paris und Zürich" zu sehen, die in Kooperation mit der Erika-Streit-Stiftung Zürich realisiert wurde.


Veröffentlichung: 08.06.2011